Bei der Prunksitzung bleibt kein Auge trocken

Wer wohnt schon in Bürstadt?

„Herzlich willkommen zur 64. und absolut letzten Kampagne des CGT“, eröffnete Sitzungspräsident Dr. Lutz Strubel die Prunksitzung des Carnevals-Gremium im Turnverein (CGT) Lampertheim am Samstagabend. Der in der Medienlandschaft viel zitierte Mayakalender prophezeit bekanntlich für dieses Jahr den Weltuntergang, so dass die Narren des größten Lampertheimer Vereins es als ihre Pflicht ansahen, bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen zu feiern. Mit 600 Gästen brannten die Fastnachtsprofis des CGT ein wahres Feuerwerk ab und verbreiteten mit amüsanten und unterhaltsamen Nummern gute Laune.

Nach dem Eröffnungslied „Es lebe der Sport“ durch CGT-Präsident Roland Ihrig und Sohn Benjamin, erklärte der Sitzungspräsident den Abend für die zahlreichen fastnachtlichen und sportlichen Aktivitäten mit der „Königsdisziplin Lachen“ (Strubel) für eröffnet. Schwungvoll ging es mit dem Funkentanz los. „Eine Augenweide“, sprach Strubel Trainerin Maresa Klinger ihr Lob für den einwandfreien Auftakt aus. Nach dem stimmgewaltigen Auftritt von CGT-Sängerin Kristina Sellmann („Am Rosenmontag“) trat Elferratsmitglied Steffen Götz ans Rednerpult und verlas traditionell das Protokoll. Dabei hob er scharfzüngig die Höhepunkte des vergangenen Jahres hervor, ohne mit Seitenhieben in Richtung Politik zu sparen. „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“, lautete seine Devise, auch wenn ein Blick auf den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff mit dessen vermeintlicher Philosophie „Schweigen ist Silber, Totschweigen Gold“ (Götz) eher traurig werden ließ. Doch nicht nur die große Politik fasste der Narr ins Auge, sondern auch die regionale. Bei Betrachtung der örtlichen Bauvorhaben, ob jetzt die „Hofheimer Schildbürgerstreiche“ (Götz) oder die Arbeiten der Lampertheimer und Bürstädter Kreiselbauer, bekam jeder sein Fett weg.

Nach dem Auftritt des routinierten Gesangsduos Peter (Hensel) und Peter (Medert) herrschte eine ausgelassene Stimmung in der Jahnhalle. So hatte es Andreas Kirsch als „Kärsch aus der Römerstraße“ in seiner Bütte leicht, für die nächsten Lacher des Abends zu sorgen. In der Klopapierbranche tätig war der Redner um seinen „Scheiß-Job“ (Kirsch) nicht zu beneiden. Dazu hatte er Probleme mit der englischen und der deutschen Sprache, die ihm zum Beispiel eine „akute Freundin“ und weitere Schwierigkeiten bescherten.

Sebastian Vettel, Ailton und Angela Merkel

Nach weiteren Stimmungsnummern durch die Tanzgruppe „Celebration“ von Vanessa Ihrig und Lisa Strubel und einer starken Gesangseinlage von Tatjana Kohl betrat Fastnacht-Tausendsassa Philipp Seelinger die Bühne und sorgte für das erste Highlight des Abends. Das Multitalent begeisterte in den Rollen als Sebastian Vettel, Ailton und Angela Merkel das Publikum. Besonders als Bundeskanzlerin erntete die Stimmungskanone mit seinen Weisheiten („Wie ich mir die 11 88 0 merke? Elf Millionen Griechen wollen 88 Milliarden Euro, aber null Cent zurückzahlen.“) tosenden Applaus. Ebenso traf seiner heimatlichen Hymne „Lampertheim, ich komm aus dir“, in Anlehnung an Herbert Grönemeyers Hit „Bochum“ den Nerv des Publikums – nicht zuletzt wegen raffinierter Passagen wie „Wer wohnt schon in Bürstadt?“. Die Bänkelsänger sorgten mit ihrem Beitrag „The Voice of CGT“ für die letzte Gesangsnummer vor der Pause.

Nach der zweimal elfminütigen Unterbrechung ging es mit dem Auftritt der Tanzformation „Sensation“ schwungvoll weiter. Der Elferrat stellte seine „närrischen Disziplinen“ (Schunkeln, Klatschen, Trommeln, Pfeifen, Singen) vor und animierte zum Mitmachen, ehe Fastnachtsschwergewicht Andreas Veltman in die Bütt ging. Als „Veltmans ihrn Jüngschte“, ein 25-jähriger Kneipengänger, der als nüchtern-schüchterner Typ so seine Probleme mit der Damenwelt hatte, traf der talentierte Redner so ziemlich jeden Ton und zog das Publikum in seinen Bann.

DJ-Ötzi-Double

Die Jungkarnevalisten (Jukas) hatten in diesem Jahr ein Musikantenstadl inszeniert, das Ann-Katrin Götz als Dirk Bach und Christian Schmitt als Sonja Zietlow im Stile des Dschungelcamps moderierten. Mit vielen Playback- und Tanznummern sorgten die Nachwuchskönner für gute Laune, und so störte es auch niemanden, dass Danny Keens „I sing a Lied für di“ kurzerhand von einem DJ-Ötzi-Double performt wurde. „Ihr habt mit neuen Ideen überzeugt dieses Jahr. Es war wirklich toll“, sprach Sitzungspräsident den Jukas ein Lob aus.

Nach Matthias Brauns „Erste- Sahne-Hitmix“ mit Liedern von Udo Jürgens setzte das Männerballett des Drölferrates von Trainerin Chiara Metzner mit ihrer Step-Aerobic-Nummer den tollen Schlusspunkt unter das gelungene Programm. In einem furiosen Finale, das zwar kurzzeitig an Technikproblemen zu scheitern drohte, was aber die sympathischen Akteure und Tänzer auf der Bühne geschickt auffingen, fand die einzigartige Veranstaltung einen grandiosen Abschluss. Nach dem Programm lud die Hofkapelle Schuckeria mit Partyliedern zum Tanz ein und sorgte für beste Laune. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht wirklich die letzte Kampagne der engagierten CGT-Aktiven war.

Quelle: Lampertheimer Zeitung vom 20.02.2012

 

CGT auf närrischem Höhenflug

Über 500 Narren besuchen Prunksitzung

Es war ein karnevalistischer Marathon, den rund 100 Mitwirkende meisterten: Ausdauersport, aber auch jede Menge Spaß gab es bei der Prunksitzung des Carnevals-Gremiums im Turnverein (CGT) am Samstagabend. Das Motto der Kampagne: “Fastnacht und Sport hab’n viel gemein, sie sollen beide Freude machen – beim CGT im Turnverein. Die Königsdisziplin heißt: Lachen!”

Ein sportlich-humorvolles Showprogramm unter der Regie von Jockel Röhrig und Sabine Gärtner riss die etwa 550 zuschauenden Narren vor Begeisterung von ihren Plätzen in der Jahnhalle. Begleitet von der Band “Schuckeria” eröffneten Präsident Roland Ihrig und Sohn Benjamin – der eine sang, der andere spielte Gitarre – die CGT-Show mit dem Lied “Es lebe der Sport”.

Erst dann zogen zu den Klängen des Narrhallamarschs der uniformierte Elferrat und die Garde ein. Sitzungspräsident Lutz Strubel begrüßte die Narrenschar “zur 64. und damit zur letzten Prunksitzung”. Entsetzen machte sich breit: letzte Sitzung? – Augenzwinkernd fügte Sitzungspräsident Strubel hinzu: “für 2012!” Er appellierte ans Publikum: “Lasst uns feiern bis in den frühen Morgen!” Außerdem dankte er den Helfern vor, auf und hinter der Bühne.

Unter großem Jubel traten die Gardemädchen auf, sie lieferten einen schwungvollen Tanz, der in einer Pyramide endete. Sie sei am Rosenmontag in Lampertheim geboren, sang Kristina Sellmann, bevor Steffen Götz an der Reihe war: “Ich lege los mit meinen Reimen, ob Sie dann lachen oder weinen, werden Sie entscheiden.” Der Bundespräsident mache ganz schön von sich reden. Der “Musterknabe” handle nach dem Motto “Schweigen ist Silber, Totschweigen ist Gold!”

In Dummbeutels’ Nachbarschaft

“Heile, heile Gänsche”, sangen Peter (Medert) und Peter (Hensel), die dem Alkohol zugesprochen hatten. Mit ihren Stimmungsliedern und Mitmachaktionen brachten sie die Sporthalle zum Wackeln.

Andreas Kirsch outete sich in seiner Bütt als beförderter Manager im Bereich Klopapier, wo er für die Qualitätssicherung zuständig sei. Andreas Veltmann lästerte dann mit trockenem Humor über das Geschehen in seiner Straße. Denn dort wohnen: “de Dummbeutels und Blödmanns Peter”.

Überzeugend: der Tanz der Formation “Celebration”. Zu einem Medley des Fliegerlieds tanzten elf fesche “Flugbegleiterinnen”. Mit Abbas “Mama Mia” erfreute Tatjana Kohl das Publikum, ehe Philipp Seelinger seine Showeinlage zeigte. Es gab langanhaltenden Applaus für die Präsentation persönlicher Bilder zum Lied “Schatzi, schenk mir ein Foto” oder für die Verkörperung von Kanzlerin Angela Merkel. Die Bänkelsänger veranstalteten ein Wettsingen zwischen Narren und Närrinnen – das mit Gejohle honoriert wurde.

Nach der Pause erschien der prächtig kostümierte Elferrat als Kölner Dreigestirn und weitere Figuren des Karnevals. Anerkennende Pfiffe erhielt die Tanzgruppe “Sensation”, bevor der Elferrat in Aktion ging: Jockel Röhrig schlüpfte in die Rolle des strengen Lehrers Lämpel und hielt mit erhobenem Zeigefinger Unterricht. Die Schüler waren natürlich die närrischen Gäste. Und weil 2012 ein umfangreiches Sportjahr sei, beinhaltete die närrische Unterrichtsstunde zahlreiche sportliche Einlagen.

Im Dschungelcamp

Urkomisch ging es weiter: mit dem Musikantenstadel der Jukas. Beim CGT-Dschungelcamp-Wettstreit moderierten Dirk Bach (Ann-Katrin Götz) und Sonja Zietlow (Christian Schmitt). Mit einem Udo-Jürgens-Medley sang sich Matthias Braun in die Herzen der Besucher. Er hatte sogar an den weißen Bademantel gedacht.

Kreischend machten besonders die jungen Närrinnen ihrer Begeisterung Luft, als fünf muskulöse Männer des Drölferrats eine Step-Aerobic-Einlage der besonderen Art präsentierten.

Sportlich ging es dann auch im Finale zu. Hier stellten sich die Abteilungen des Turnvereins vor. Die Turner zeigten dabei akrobatische Sprünge. Kristina Sellmann lobte mit Gesang Veranstaltung und Veranstalter. Der Titel: “We Are The Champions”!

Quelle: Südhessen Morgen vom 20.02.2012

Abteilungsversammlung der Turner

Ihre E-Mail-Stimme für den TVL

Stark sein. Fair bleiben. Als Team gewinnen.

Der Turnverein nimmt bis zum 01.04.2012 an einem überregionalen Sponsoring-Wettbewerb der Unternehmensgruppe Herbert-Reibstein um einen Sponsoring-Betrag teil! Der Verein mit den meisten Stimmen gewinnt. Wer den TVL  unterstützen möchte, kann dies unter folgtendem Link tun: Bitte klicken!

Hinweis: Damit kein Missbrauch möglich ist, muss bei jeder Stimmabgabe die eigene E-Mail-Adresse angegeben und das Votum nochmals per E-Mail-Link bestätigt werden. Die E-Mail Adresse wird nur für die Dauer dieser Aktion gespeichert und für keinen anderen Zweck als diese Abstimmung benutzt.

Fastnacht beim Turnverein

Kartenbestellungen für die CGT-Prunksitzung können telefonisch über die Rufnummer 06206-94380, per Fax unter 06206-943838 oder über die Homepage der Abteilung CGT getätigt werden: Bitte klicken!

Kostenloser Bus–Service bei Prunksitzung

Sowohl auf dem Hin- als auch beim Heimweg muss kein Besucher seine Ausdauer und Athletik unter Beweis stellen: Das CGT stellt allen Besuchern der Prunksitzung am Samstag, 18.02.2012, auch in dieser Saison wieder einen kostenlosen Bustransfer zur Verfügung, der die Gäste quer durch die Stadt in die Halle und auch wieder nach Hause bringt.

Hinfahrt zur Jahnhalle: 19:00 Uhr
Rückfahrt ab Jahnhalle: 02:00 Uhr
03:00 Uhr

Nachfolgend informieren wir Sie über die genaue Fahrstrecke:

Hinfahrt 19:00 Uhr

  • Neuschloss (Ulmenweg)
  • Otto-Hahn-Str. / Ecke Gaußstraße
  • Siemensstr. / Ecke Zeissstraße
  • Dieselstr. (Altenwohnheim)
  • Bahnhof
  • Bürstädter Str. (Amtsgericht)
  • Bürstädter Str. / Ecke Hagenstraße
  • Bürstädter Str. (Autohaus Rauch)
  • Andreasstr. / Ecke Pommernweg
  • Oberlacher Str. / Ecke Goethestraße
  • Wormser Str. (Reisebüro Beth)
  • Wormser Str. (Darmstädter Hof)
  • Römerstraße (Altes Rathaus)
  • Alte Viernheimer Str. (Wein Wetzel)
  • Alte Viernheimer Str. / Ecke Ostendstraße
  • Alte Viernheimer Str. / Ecke Sophie-Scholl-Straße
  • Jahnhalle

Rückfahrt 02:00 Uhr und 03:00 Uhr

  • in umgekehrter Richtung
  • die einzelnen Haltestellen liegen in einem Abstand von ca. 2 Minuten
  • Es fährt für Sie die Fa. Oberfeld-Reisen (Tel. 06206-2252)

CGT-Kinderkostümfest mit tollem Programm

Narren auf Hochtouren: Kinderfastnacht beim CGT

Närrisch, bunt und ausgelassen wurde es am Sonntagnachmittag in der Jahnhalle: Dort veranstaltete das Carnevals-Gremium des Turnvereins (CGT) das alljährliche Kinderkostümfest, zu dem sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Prinzessinnen, Piraten, Indianer und Marienkäfer vor der Bühne versammelten. Ein abwechslungsreiches Kinderprogramm aus Tanzdarbietungen, Musik und guter Laune sorgte einmal mehr für Begeisterung bei den kleinen Narren.

„Ich hoffe, dass alle richtig mitmachen und wir gemeinsam viel Spaß haben werden – dann wird die Stimmung hier bombastisch“, betonte Organisatorin und Kinderanimateurin Maresa Klinger, als sie die jungen Gäste begrüßte.

Gemeinsam mit den Mädels der Funkengarde und einigen Helfern des Drölferrats eröffnete sie das Programm mit einer schwungvollen Polonaise durch die Halle und animierte die Kinder sogleich zum Mitmachen. Gemeinsam getanzt wurde zunächst zum „Flummilied“, zu dessen Melodien die Garde auf der Bühne den Rhythmus vorgab. „Alle sollen mitklatschen und mittanzen, damit uns so richtig warm wird“, rief Klinger und versammelte die Kinder in einem großen Kreis. Fastnachtsklassiker wie „Rucki Zucki“, „Cowboy und Indianer“ oder „das springende Känguru“ wurden angestimmt und sogar Mama und Papa klatschten eifrig mit.

Größer wurden die Kinderaugen, als die jungen Damen der „Tanzebene“ die Bühne betraten und mit zwei Mädchentanzgruppen unter der Leitung von Michaela Jakob ihre einstudierten Choreographien präsentierten. In Schwarz und Gold gekleidet zeigten die kleinen Tänzerinnen ihr ganzes Können und warfen zum Abschluss noch Süßigkeiten ins Publikum.

In der Pause war es den kleinen Besuchern möglich, sich an einigen Turn- und Spielstationen in der anderen Hallenhälfte auszutoben. Unter Betreuung der Helfer durften die kostümierten Kinder hier ihr sportliches Geschick unter Beweis stellen und die jeweils bewältigten Hindernisse mittels Gummibärchen auf einer Laufkarte vermerken lassen. Nachdem der Parcours abgeschlossen war, wartete auf jedes Kind eine Gummibärchentüte als Belohnung.

Nachdem sich die Eltern mit Kaffee und Kuchen versorgt hatten, ging das Programm mit dem Auftritt der Tanzgruppe „Celebration“ weiter, die unter der Leitung von Vanessa Ihrig und Lisa Strubel für ausgelassene Stimmung sorgten. Weitere Akrobatikdarbietungen der Turngruppe unter der Leitung von Yvonne Fath und das live dargebotene „We will Rock you“ von Turnerin Nina Laut sorgten dafür, dass es am Ende keinen mehr auf seinem Platz hielt und alle begeistert mitklatschten.

Handballer verlieren Kellerduell in Bonsweiher

Der Tanz auf der Rasierklinge

Die Achterbahnfahrt des TV Lampertheim in der Handball-Landesliga Süd geht weiter. Im Kellerduell bei der SKG Bonsweiher verlor die Mannschaft von Bernd Massag mit 26:33 (12:12) nicht nur das Spiel, sondern damit auch den direkten Vergleich mit den Odenwäldern. „Ich bin bedient. Absolut bedient“, sagte Massag.

Das Spiel der Rot-Weißen ist weiter extremen Schwankungen ausgesetzt. Nach dem überzeugenden 40:30 gegen Gelnhausen II vor zwei Wochen folgte nun der nächste bittere Rückschlag. Massag: „Das ist jetzt eine psychologisch ganz schwere Situation für uns.“ Nächste Woche sind die Spargelstädter spielfrei, dann geht es in die entscheidende Saisonphase. „Das wird ein Husarenritt, ein Tanz auf der Rasierklinge“, so Massag.

In der Mörlenbacher Weschnitztalhalle ging es am Sonntag für die Turner eigentlich ganz gut los. Die Lampertheimer lagen mit 11:7 in Front und hatten die Chance, die frühe Vorentscheidung herbeizuführen. „In dieser Phase haben wir zu viele Bälle weggeworfen. Die Chancenverwertung war wieder ein Debakel“, erklärte Massag. Die Gastgeber kamen so wieder heran und glichen bis zur Pause zum 12:12 aus.

Die verpasste Chance, sich entscheidend abzusetzen, hing den Turnern scheinbar nach. Denn nach dem Seitenwechsel lief bei den Lampertheimern nicht mehr viel zusammen. „Da ist alles schief gelaufen, was schief laufen kann“, so Massag. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff sah Torwart Matthias Hümmer die Rote Karte. Er hatte versucht, einen Gegenstoß abzufangen und war dabei mit seinem Gegenspieler zusammengestoßen. Massag: „Wir haben den Faden dann komplett verloren.“ Bonsweiher setzte sich schnell bis auf 20:15 ab. Die Spargelstädter konnten zwar noch einmal verkürzen, kamen aber nicht mehr entscheidend heran.

Im Abstiegskampf der Landesliga Süd geht es nun noch enger als ohnehin zu. Roßdorf, Griesheim und Gelnhausen II gewannen am vergangenen Wochenende ihre Partien. Von Platz 13 bis sieben befinden sich alle Clubs im Kampf gegen den Abstieg. „Wenn man den Punktabzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersoll berücksichtigt, stehen wir auf einem Abstiegsplatz“, sagt Massag.

Was den Verantwortlichen zu denken gibt, sind vor allem die enormen Leistungsschwankungen. „Das ist nicht erklärbar“, so Massag. Nach der tollen Leistung gegen Gelnhausen ging das richtungsweisende Spiel gegen Bonsweiher nun deutlich verloren. Entweder spielt die Mannschaft richtig gut – oder eben richtig schlecht. Ein Mittelding gibt es beim TVL derzeit nicht. Und das macht es den Spargelstädtern in dieser Saison so schwer. Eine ordentliche Leistung über 45 Minuten reicht in der Landesliga nicht, um genügend Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Nun sind die Turner gefragt, schnell die Wende einzuleiten.

Nach dem spielfreien Faschingswochenende erwarten die Turner am Samstag, 25. Februar, den TV Fränkisch-Crumbach. Es folgen die Spiele gegen Pfungstadt, Tabellenführer Hanau, Schlusslicht Böllstein/Wersau und den direkten Konkurrenten SV Erbach. „Wir stehen jetzt richtig unter Druck. Eigentlich haben wir nur noch Endspiele“, sagt Massag.

TVL-Tore: Sosebee (7), Boese (5/3), M. Redig (4), Zielonka (3), Richter, Vogel (je 2), Eppers, Mischler, Radmacher (je 1).

Kunstrasenplatz – Arbeiten werden fortgesetzt

Die zwischenzeitlich ruhenden Bauarbeiten am Kunstrasenplatz werden trotz der kalten Witterung in dieser Woche wieder aufgenommen. Die zur künftigen Entwässerung des Platzes dienenden Drainage-Gräben sollen in den nächsten Tagen fertig gestellt werden.

Großer Ansturm beim CGT-Kinderkostümfest

Jahnhalle wird zur närrischen Hochburg

Am Sonntag, 12.02.2012, stand die Jahnhalle Kopf. Grund war das Kinderkostümfest, zu dem das Carnevals-Gremuim im Turnverein (CGT) eingeladen hatte. Es ist jedes Jahr ein besonderes Erlebnis für die Kinder, aber auch für die großen Leute. Denn diese tolle Mitmachveranstaltung hat sich zum närrischen Familienfest entwickelt.

Die Mischung machte es. Zuerst kamen die Gäste mit karnevalistischen Tanzeinlagen zum Mitmachen an die Reihe, später rundeten zahlreiche Bühnenakteure die Kinderparty ab. Für Spaß und gute Laune war beim bunten Faschingstreiben bestens gesorgt, dafür hatten viele fleißige Helfer keine Mühen gescheut. So hatten die Organisatoren im Vorfeld um Kuchenspenden gebeten und Eltern sowie Elferratsmitglieder waren dem Wunsch nachgekommen und sponserten selbst gebackene Schlemmereien.

“Das Kostümfest ist aus dem närrischen Fahrplan nicht mehr wegzudenken”, freute sich CGT-Präsident Roland Ihrig über den Ansturm von kleinen und großen Narren. Aber auch die Auftritte seiner karnevalistischen Mannschaft, des CGT-Nachwuchses, des Drölferrats, der Funkengarde und der Tanzformationen begeisterten ihn.

Zum zweiten Mal übernahm Maresa Fath die Animation – und das ganz souverän. Mit ihrem Programm brachte sie Spiel, Spaß und Spannung in die Jahnhalle – und vor allem die jungen Narren in Schwung. Sie gab Benjamin Ihrig an der Technik ein Zeichen, welches Lied zu welcher Darbietung ertönen sollte, und animierte die prächtig verkleideten Kinder im Reigen zu tanzen, sich wie eine Giraffe zu bewegen oder sich einer Polonaise anzuschließen. Das Ergebnis der Fastnachtsshow: strahlende Gesichter. “Alle tanzen zusammen”, war von Maresa Fath zu hören. Weiter ging es mit dem Flummilied: “Wir sind aus weichem Gummi”, schon bogen und dehnten sich die Prinzessinnen, Schlümpfe oder Wikinger. “Komm, hol das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer”, erklang aus der Konserve und Animateurin Fath wollte abwechselnd mit den Cowboys und Indianern tanzen. Cowboys waren ja auch einige erschienen, aber nur ein Indianer.

Umrahmt wurde der erste Bühnenteil von den Tänzen der CGT-Garde, welche die feiernden Narren so großartig fanden, dass sie eine dreistufige Rakete zündeten. Auch mit von der Partie war die hauseigene Formation “Celebration”, die mit ihrem modernen Tanz das närrische Publikum erfreute. Umjubelt wurden ebenso die verschiedenen Turngruppen des Vereins. Sie faszinierten mit kurzweiligen Akrobatikeinlagen und einer bunten Musikshow. Michaela Jacob führte mit ihrer “Tanzebene” ein Stück aus “Die Schöne und das Biest” auf.

Unter dem Motto “Gummibärchen” ging es später zur Sache: Im hinteren Hallendrittel waren Spiel- und Turnstationen aufgebaut, an denen die jungen Narren ihr Geschick beweisen und Kampfgeist entwickeln konnten. Zur Belohnung gab es Gummibärchen.

 

Quelle: Südhessen Morgen vom 13.02.2012